Katastrophenalarm aufgehoben – Großteil der Pegel sinkt

Bedingt durch die zum Großteil sinkenden Pegel der Flüsse und Bäche im Erzgebirgskreis sowie die Aufhebung der Unwetterwarnung wurde der Katastrophenalarm am 03.06.2013 gegen 18.30 Uhr wieder aufgehoben.

Landrat Frank Vogel überzeugte sich heute selbst von der Situation in besonders betroffenen Gebieten im Landkreis und besuchte u.a. das Kreiskrankenhaus Stollberg. Auch hier hat sich die Hochwassersituation entspannt. Noch in der Nacht zum Montag wurden acht Patienten der Intensivstation verlegt. Geschäftsführerin Andrea Morzelewski lobte insbesondere die Zusammenarbeit mit den ortsansässigen Feuerwehren.

Die Lage in Burkhardtsdorf hat sich ebenfalls weitestgehend beruhigt. Der Pegel der Zwönitz ist um 60 Zentimeter gesunken, die Aufräumarbeiten sind in vollem Gange. Wie Wehrleiter Jörg Spiller berichtete, mussten elf Personen evakuiert werden. Der entstandene Sachschaden beläuft sich voraussichtlich auf mehrere Millionen Euro.  

Die starke Wasserführung der Zwönitz hatte auch Thalheim und Dorfchemnitz stark in Mitleidenschaft gezogen. Soweit als möglich werden dort ebenso die Schäden beseitigt.  

Auch bei den Talsperren entspannt sich die Lage zunehmend. Wie die Landestalsperrenverwaltung mitteilte, konnte an der Talsperre Eibenstock der Spitzenwert von 220 Kubikmetern pro Sekunde im Zufluss auf 80 Kubikmeter pro Sekunde im Abfluss reduziert werden. Die Einsatzkräfte und die Bürgerinnen und Bürger in den betroffenen Gebieten tun alles, um die Schäden schnellstmöglich zu beseitigen und die Normalität wieder herzustellen. Sie leisten dies in beeindruckender Weise und mit hohem persönlichem Einsatz. Der Landrat dankt an dieser Stelle allen, die engagiert und unermüdlich im Einsatz waren und noch sind.  

Die Sächsische Staatskanzlei hat bekannt gegeben, dass sich das sächsische Kabinett in Dresden am Dienstag (4.6.13) in einer Sitzung außerplanmäßig ausschließlich mit der Hochwasserlage in Sachsen befassen wird. Konkrete finanzielle Unterstützungsmaßnahmen für geschädigte Kommunen stehen derzeit noch nicht fest.

Textquelle: http://www.erzgebirgskreis.de