Großbrand in Neukirchen SorgeSchnelles Eingreifen rettet Nachbargebäude

Kurz vor 11 Uhr am 10.03.2020 wurden die Feuerwehren Neukirchen, Adorf, Jahnsdorf und die Drehleiter aus Lugau zu einem Brand 2 / Wohnungsbrand alarmiert. Als Zusatzinformation war nur bekannt dass es sich um einen Brand in einer Werkstatt handeln soll. Bereits beim Eintreffen der ersten Kräfte aus Jahnsdorf war eine starke Rauchentwicklung aus dem Gebäude wahrnehmbar und es wurde sofort mit einem Innenangriff versucht den Brandherd ausfindig zu machen. Schnell wurden weitere Feuerwehren aus Leukersdorf und Pfaffenhain, sowie Burghardtsdorf, Eibenberg und Meinersdorf nachalarmiert und der Brand auf die höchste Kategorie Brand 4 angehoben.

Auch mit Hilfe von Wärmebildkameras konnte der Brandherd nicht eindeutig identifiziert werden, zumal die räumlichen und baulichen Voraussetzungen ein weiteres Vordringen in das Gebäude nicht möglich machten. Durch die große Fläche und hohe Brandlast im Unter- wie auch Obergeschoss breitete sich das Feuer rasend schnell auf den kompletten Gebäudekomplex und das „Leichtbau-Dach“ aus.

Mit dem Vollbrand des Gebäudes und der damit verbundenen extremen Rauchwolken wurde eine Bevölkerungswarnung herausgegeben die die umliegenden und in Windrichtung liegenden Bewohner aufgefordert hat die Fenster und Türen geschlossen zu halten. Im weiteren Einsatzverlauf war nur noch ein Löschangriff von außen und über die Drehleiter aus Lugau möglich. Als Hauptziel galt es das unmittelbar angebaute Nachbargebäude vor den Flammen zu schützen, was mit viel Aufwand auch gelang. Um den enormen Löschwasserbedarf zu decken wurden 3 Tragkraftspritzen als Versorgungspumpen an die naheliegende Würschnitz geschafft aus denen im weiteren Verlauf weit über 100000 Liter Wasser zur Einsatzstelle gefördert wurde.

Für die Betreuung und Versorgung der etwa 100 eingesetzten Kameradinnen und Kameraden kam im weiteren Einsatzverlauf die Schnelleinsatzgruppe (SEG) des DRK Auerbach zum Einsatz. Sie versorgten die Einsatzkräfte dann mit warmen Getränken und Essen, zudem konnte sich in dem beheizten Zelt etwas vom Dauerregen aufgewärmt werden. Noch bevor die SEG vor Ort war, wurden die Einsatzkräfte bereits durch die Gemeindeverwaltung Neukirchen, die Feuerwehren Adorf und Jahnsdorf sowie dem Gasthof Adorf kurzfristig mit warmen Essen und Trinken versorgt.

Der fast völlig ausgebrannte Gebäudekomplex konnte nicht mehr gerettet werden, aber da eine Ausbreitung auf das angebaute Wohnhaus, sowie weitere Gebäude in der direkten Nachbarschaft verhindert werden konnte, ist dieser Einsatz am Ende doch von Erfolg gewesen.

Wieder einmal haben die umliegenden Feuerwehren des „unteren Würschnitztals“ bewiesen das sich die Bürgerinnen und Bürger auch tagsüber auf die Freiwilligen Feuerwehren verlassen können.   

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